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Wir bieten Ihnen interessante, vielleicht sogar „brisante“ Informationen in entspannter Atmosphäre, deshalb auch die Fotos von Motorrädern (als Symbol für „unbegrenzte“ Freiheit z. B. am Nordkap, Dank an Dr. Gerhard Hergenröder) oder schnelle Autos (Wer überholen will, muss die Ideallinie verlassen). Freiheit der Gedanken und Ideen, und Schnelligkeit, sie umzusetzen, auch gegen Widerstände.

Dr. Jörg Engelbergs, VP Controlling, Zalando SE, Berlin, war Referent zum Thema „Agiles Reporting in der digitalen Wirtschaft“ beim Congress der Controller am 15./16. Mai 2017 in München, der nun schon zum 42. Mal vom Internationalen Controller Verein eV (ICV) ausgerichtet wurde („Per Anhalter durch die Galaxis“ lässt grüßen).

Als Mitglied des Kuratoriums des Internationalen Controller Vereins (ICV) unterstützt Dr. Engelbergs den Vorstand laut Satzung §6 Punkt 2: Das Kuratorium berät den Vorstand in wichtigen Angelegenheiten des Vereins, insbesondere hinsichtlich der allgemeinen Grundsätze der Vereinspolitik. Was soll das heißen? Dazu kommt, dass Dr. Engelbergs seit Neuestem auch noch ICV Fachkreisleiter Start-up Controlling wird, er kontrolliert sich vom Kuratorium aus quasi selbst. Leider nur ein Beispiel von Ämterhäufung im ICV-Umfeld. Wir kommen darauf noch einmal zurück.

Wir alle wissen, dass Zalando seinerzeit eine (billige oder teure) Kopie von Amazon war (Zalando startete mit Schuhen, Amazon mit Büchern). Der Masterplan der Samwer Brüder sah vor, Zalando an die Börse zu bringen, was erfolgreich gelang. Der Masterplan der heutigen Zalando-Entscheider sieht vor, sich (eventuell von Amazon) für viel Geld kaufen zu lassen. Die Kunden spielen dabei nur eine untergeordnete Rolle, sie sind Umsatzbringer. Deshalb dürfen sie auch alles wieder zurückschicken. Entscheidend ist die Anzahl der qualifizierten Kundenadressen. Meines Erachtens hat sich Zalando aber verzockt: Die gleichen Kunden bestellen auch bei Amazon. Warum sollte Amazon für etwas bezahlen, das sie schon haben? Kassandra behauptet: In spätestens drei Jahren hat sich Zalando „in Luft aufgelöst“, es sei denn, man findet andere Käufer (wie z. B. die Chinesen), denen die Kundenadressen möglicherweise viel Geld Wert sind. Frage: Möchten Sie, dass Ihre sensiblen Einkaufsdaten bei Chinesen landen?

Diese Start-up-Kultur, die wir vor allem in der Berliner Start-up-Szene antreffen, hat nichts mit einer „Gründer-Kultur“ zu tun. Sie entspringt eher dem Gedanken, (mit einer App) schnell reich zu werden. Die Frage ist meines Erachtens nur, ob der ICV dort auch passt. Ich passe dort jedenfalls nicht (mehr so richtig). Ich habe mein Unternehmen vor 22 Jahren gegründet. Die meisten unserer Kunden haben wir schon viele Jahre, einen Energieversorger aus Österreich schon 21. Das lässt auch Rückschlüsse auf die Kundenzufriedenheit zu. Einige meiner Kunden, die ich übrigens zum ICV gebracht habe, verstehen leider überhaupt nicht, welchen Stress ich mit dem ICV-Vorstand habe oder hatte. Sie verstehen allerdings, warum ich vor einigen Monaten auch die schwarzen Tasten auf dem Klavier der Kommunikation gedrückt habe. Nicht weil ICV Vorstände oder Funktionäre nicht meiner Meinung waren, sondern weil sie nachweislich ihre (nicht von mir) geforderte Leistung (teilweise gegen monatliches Honorar) nicht genügend erbracht hatten.

Zurück zur Ämterhäufung beim ICV:

Den Vogel ab schießt derzeit Dr. Klaus Eiselmayer, Vorstand der ControllerAkademie, Vorstand des ICVs und Member of the board der International Group of Controlling (IGC). Auch Conrad Günther, Ex-ICV Geschäftsführer, Ex-CA-Vorstand kennt sich mit Ämterhäufung aus: Er ist mittlerweile Chefredakteur des Verlags für Controlling Wissen. Schreiben kann er, das muss man ihm lassen. Und Aufsichtsratsvorsitzender der CA ist er auch. Kann er das? Mit Dr. Klaus Eiselmayer und Dorothee Deyhle als Vorstände? Und jetzt erscheint Conrad Günther auch als eine Art Redakteur bei der IGC? „On y soit qui mal y pense.“

Zurück zu Zalando: Hier ein Link zu einem Beitrag vom 12. März 2017, der sich auch mit den Samwer Brüdern und der Rocket Internet AG beschäftigt, der ehemaligen Konzernmutter von Zalando. (Zalando bescherte Rocket Internet durch den Börsengang 2014 einen Milliardengewinn.) Der Beitrag ist, etwas reisserisch, mit „Die große Zalando Lüge“ überschrieben:

https://www.youtube.com/watch?v=4Jtq-u41CAk

Ist es Zufall, dass die Samwer Brüder an der WHU Otto Beisheim School of Management studiert haben, wo die ICV Kuratoriumsmitglieder Prof. Dr. Jürgen Weber (Vorsitzender und Verleiher des ControllerPreises) und Prof. Dr. Utz Schäffer wirken?

Zum Glück sind die Geschäftsmethoden der Samwer-Brüder in der Berliner Start-up-Szene bekannt. Warum holen wir uns solche Leute ins ICV-Kuratorium bzw. machen sie zu Fachkreisleitern? Was versprechen wir uns davon?

Erwarten Sie von uns bitte keine Antwort dazu. Gelegentlich haben wir allerdings den Ruf der Kassandra. Näheres dazu unter http://www.confidence.de

Die langjährigen Berliner ICV-Mitglieder Dr. Herwig Friedag und Walter Schmidt versuchen (das sind die, die das Buch „Balanced Scorecard“ von Kaplan/Norton ins Deutsche übersetzt und etwas ergänzt haben), wieder etwas mehr Aufmerksamkeit nach Berlin zu holen.

Zu der „Berliner ICV-Truppe“ kann man auch noch Matthias von Daacke zählen, er ist mittlerweile ICV-Vorstand. Immer gut drauf, insbesondere wenn er in seiner Berliner Heimat ist wie z. B. beim neuen Format „ICV Barcamp“.

Seit kurzem engagiert sich auch der Leiter PR / new media des ICV, Hans-Peter Sander, verstärkt für Berlin: Das ICV Barcamp am 24. Juni 2017 wirft seine Schatten voraus. Unter dem Motto „Young Controllers in Times of Digitalization“ soll mit viel Spaß und auf „Augenhöhe“ in einer Interessenten-/Expertencommunity Interaktion, Networking, Knowhow-Transfer und Meinungs- und Erfahrungsaustausch geboten werden. Welche Augenhöhe ist gemeint? Ausgerechnet der eher konservative ICV tritt mit einem Veranstaltungsformat an, das auf größtmögliche Selbststeuerung setzt. Fehlt nur noch Zalando als Sponsor. Bei 180 verkauften Tickets „sei Feierabend“ schreibt Hans-Peter Sander in seinem Blogeintrag vom 1. März 2017, derzeit sind 48 gemeldet, https://www.xing.com/events/1-icv-controlling-barcamp-1794311 davon ca. 35 aus dem Kreis der Organisatoren / Impulsgeber, die m. E. kein Ticket kaufen mussten. Dafür hat man die maximale Ticket-/Teilnehmerzahl schon auf 150 reduziert. Es muss also noch etwas geschehen, sonst wird etwas passieren. Sessionvorschläge gibt es derzeit vierzehn, u. a. Kommunikations-Controlling empowered Unternehmenskommunikation durch Hans-Peter Sander. Er hatte seinen Auftritt bei der ICV-Mitgliederversammlung 2017. Eigentlich sollte er innerhalb von 10 Minuten darstellen, warum er sein Budget um nahezu 32 % überschritten hatte. Das gelang ihm nicht, dafür überschritt er sein Zeitbudget um sage und schreibe 130 % (insgesamt 23 Minuten Vortrag). Der 1. Vorsitzende, Siegfried Gänßlen, ließ ihn gewähren, obwohl meiner Auffassung nach viel wichtigere Punkte auf der Agenda standen: Ein neuer Rechnungsprüfer stellte sich vor, das Wirtschaftsjahr 2016 sollte verabschiedet und das Budget 2017 durchgesprochen werden, nicht zu vergessen die Erhöhung des Mitgliedsbeitrages ab 2018, um den Verein wieder auf eine solide Basis zu stellen. Gab es wirklich nichts mehr zu diskutieren, auch wenn oder gerade weil der Vorstand die Erhöhung empfohlen hatte? Als langjähriges ICV-Mitglied (seit 1993) wundert man sich nicht, wenn die Partizipationsmöglichkeiten von Mitgliedern vorwiegend informell auf das Abendessen nach der Mitgliederversammlung beschränkt zu sein scheinen.

Übrigens, dieser Blog ist überhaupt erst entstanden, weil die ICV-Website, der dazugehörende ICV-Blog und die Denke dahinter im Schwerpunkt nur die Generation 40plus anspricht. Ich bin zwar schon 50+plus, aber uns ist klar, dass ein Verein nur Überlebenschancen hat, wenn es ihm gelingt, ständig mehr (jüngere) Mitglieder zu gewinnen, als alte (altershalber) zu verlieren.

Mit zwei „Arbeitskreis-Treffen“ (allein der Begriff lässt einen schon vor Staub husten) im Jahr kann man in dieser schnelllebigen Zeit nicht viel reissen, außerdem kommen immer häufiger kurzfristige Absagen, die der AK-Leiter nicht persönlich nehmen sollte. Ca. die Hälfte der etwa 3.000 persönlichen ICV-Mitglieder in Deutschland sind in einem regionalen AK organisiert, die andere Hälfte hält sich anderweitig auf dem Laufenden. Warum also nicht einen Blog entwickeln, der eine offene Plattform bietet für alle, die sich zu den Themen Controlling und Accounting austauschen und evtl. vernetzen wollen, (das sind übrigens meistens nicht die „Controller“) die dadurch auch kurzfristig kleine oder auch größere „Barcamps“ oder „Coffeecamps“ (cc) initiieren.  Bsp.: Ich werde nächste Woche in Wien sein und einen halben Tag „Luft haben“. Ich werbe für mein Thema (z. B. Digitalisierung beim Energieversorger) und lade alle ein, die für dieses Thema einen halben Tag Zeit investieren wollen. Das ist ein Experiment, es muss nicht zwangsläufig auf Anhieb gelingen, aber wir unterstützen Sie bei der Auswahl einer Location (Kaffeehaus in Wien) und der richtigen (Moderations-) Methode. Und dann melden sich nicht nur Leute von Energieversorgern sondern auch von Automobilherstellern oder -zulieferern und Krankenhäusern, die z. B. schon einschlägige Erfahrungen mit „Hacker-Angriffen“ und Qualitätsmanagement gemacht haben. Die Ergebnisse des cc in Wien werden dann passend dokumentiert und in diesen Blog (für jedermann sichtbar) eingestellt.

Dieser Ansatz wäre auch für den ICV sinnvoll gewesen, aber da er von mir kam, hat mir der ICV-Vorstand seine Mißbilligung ausgesprochen, so ist wenigstens mein Eindruck. Vielleicht einigen wir uns aber noch (mit einem anders zusammengesetzten Vorstand).